Der Verwalter antwortete diesmal nicht gleich. Er schien ausweichen zu wollen.

„Nun? Haben Sie etwas gegen ihn?“

„Mit Verlaub, Fräulein Grete. Will Fräulein Carin etwas von ihm wissen?“

„Nicht viel eben! Sie verdächtigt seinen Charakter.“

Hederich bewegte den Kopf, zog die breiten Lippen und machte große
Augen.

„Ja, sie versteht's —“

„Wieso? Mögen Sie ihn auch nicht? Hören Sie, Hederich! Ich frage nicht umsonst. Ich — ich —“

„A — h —“ machte der Mann und sah Grete groß an. „Nun ja denn! Ich weiß nichts Schlechtes von ihm. Drum und dran, er soll leichtsinnig gewesen sein. Anfangs da gefiel er mir auch sehr gut. Er hat mir sogar eine Meerschaumpfeife geschenkt. Aber wissen Sie, Fräulein Grete, er hat was im Auge — oft — man kann sich fürchten —“

„Ja, ein energischer Mensch ist er. Ich glaube deshalb auch, wenn er sich mal gesetzt hat, mal zur Ruhe kommt, wird er ordentlich, sparsam und solide werden.“

„Ja — ja — das ist wohl anzunehmen,“ bestätigte Hederich. „Aber ob er so recht umgänglich werden wird — gegen Sie — ich meine — drum und dran — und denn — und denn, Fräulein Grete — er hat, glaub' ich, gar nichts!“ stieß Hederich zum Schluß heraus.