„Zum Beispiel in dem, was Sie heut morgen mir an den Kopf geworfen haben.“

„Oh, wegen des Mädchens!“

„Gewiß. Sie sind Geistlicher gewesen; trotzdem werden Sie zugeben, daß ein gesunder Mann nicht jahrelang leben und arbeiten und gesund bleiben kann, ohne gelegentlich eine Frau bei sich zu haben. Mein Gott, darum brauchen Sie doch nicht rot zu werden! Nun sehen Sie: als Weißer in Indien, der sich nicht gleich eine Frau mit aus England herübergebracht hat, hat man wenig Auswahl. Es gibt keine englischen Mädchen hier. Die hier geboren werden, die schickt man schon als Kinder nach Europa heim. Es bleibt nur die Wahl zwischen den Matrosendirnen und den Hindufrauen, und die sind mir lieber. Was finden Sie daran schlimm?“

„Oh, hier verstehen wir uns nicht, Herr Bradley! Ich finde, wie es die Bibel und unsere Kirche vorschreibt, jede uneheliche Verbindung schlimm und unrecht!“

„Wenn man aber nichts anderes haben kann?“

„Warum sollte man nicht können? Wenn ein Mann ein Mädchen wirklich lieb hat, so soll er es heiraten.“

„Aber doch nicht ein Hindumädchen?“

„Warum nicht?“

„Aghion, Sie sind weitherziger als ich! Ich will mir lieber einen Finger abbeißen als eine Farbige heiraten, verstehen Sie? Und so werden Sie später auch einmal denken!“

„O bitte, das hoffe ich nicht. Da wir so weit sind, kann ich es Ihnen ja sagen: Ich liebe ein Hindumädchen, und es ist meine Absicht, sie zu meiner Frau zu machen.“