„Bravo! Du bist ein fixer Kerl, wir werden noch Freunde werden. Nun muß ich dir aber etwas sagen: dieser Kromer, oder wie er heißt, ist ein schlechter Kerl. Sein Gesicht sagt mir, daß er ein Schuft ist! Was meinst du?“
„O ja,“ seufzte ich auf, „er ist schlecht, er ist ein Satan! Aber er darf nichts wissen! Um Gottes willen, er darf nichts wissen. Kennst du ihn? Kennt er dich?“
„Sei nur ruhig! Er ist fort, und er kennt mich nicht — noch nicht. Aber ich möchte ihn ganz gern kennenlernen. Er geht in die Volksschule?“
„Ja.“
„In welche Klasse?“
„In die fünfte. — Aber sag ihm nichts! Bitte, bitte sag ihm nichts!“
„Sei ruhig, es passiert dir nichts. — Vermutlich hast du keine Lust, mir ein wenig mehr von diesem Kromer zu erzählen?“
„Ich kann nicht! Nein, laß mich!“
Er schwieg eine Weile.
„Schade,“ sagte er dann, „wir hätten das Experiment noch weiter führen können. Aber ich will dich nicht plagen. Aber nicht wahr, das weißt du doch, daß deine Furcht vor ihm nichts Richtiges ist? So eine Furcht macht uns ganz kaputt, die muß man loswerden. Du mußt sie loswerden, wenn ein rechter Kerl aus dir werden soll. Begreifst du?“