„Die lateinischen.“

„Was Sie für Witze machen!“

„Man tut eben, was man tun kann.“

Paul war sehr munter. Er hatte zu Abend mehr Wein zu trinken bekommen als sonst, nun fand er es köstlich, in die weiche, dunkle Nacht hinein zu reden, und wartete neugierig, ob es ihm gelänge, die elegante Dame ein wenig aus ihrer trägen Ruhe zu bringen, zu einem heftigeren Widerspruch oder zu einem Gelächter. Aber sie schaute nicht zu ihm herüber. Sie lag unbeweglich, das Gesicht nach oben, eine Hand auf dem Stuhl, die andre bis zur Erde herabhängend. Ihr weißer Hals und ihr weißes Gesicht hob sich matt schimmernd von den schwarzen Bäumen ab.

„Was hat Ihnen denn im Ekkehard am besten gefallen?“ fragte sie jetzt, wieder ohne ihn anzusehen.

„Der Rausch des Herrn Spazzo.“

„Ach?“

„Nein, wie die alte Waldfrau vertrieben wird.“

„So?“

„Oder eigentlich hat mir doch das am besten gefallen, wie die Praxedis ihn aus dem Kerker entwischen läßt. Das ist fein.“