Ich nahm die Stücke meiner Oper in die Hände, als wären es die Trümmer meines früheren Lebens, aus denen ich nun noch etwas zu machen versuchen wollte. Doch regte sich die Musik nur langsam wieder in meiner erstarrten Seele und erwachte erst, als der Dichter aller meiner Texte mir ein neues Lied schickte. Es kam in einer Zeit, da ich am Abend nicht selten die alte Unruhe in mir spürte und mit Scham und tausend Irrlichtern im Herzen um den Garten des Imthorschen Hauses strich, und es hieß:

Der Föhn schreit jede Nacht,

Sein feuchter Flügel flattert schwer,

Brachvögel taumeln durch die Luft;

Nun schläft nichts mehr,

Nun ist das ganze Land erwacht.

Der Frühling ruft.

In diesen Nächten schlaf ich nicht.

Mein Herz wird jung,

Aus blauen Tiefen der Erinnerung