»Ich konnte ja nicht wissen, ob sie mich lieb habe. Und auch dann – wenn du ihr lieber bist, kann ich doch nichts machen.«
»Du bist ein Kind! Sie wäre mit dir vielleicht glücklicher geworden! Es hat doch jeder das Recht, sich eine Frau zu erobern. Und wenn du mir gleich anfangs ein Wort gesagt hättest, einen kleinen Wink gegeben hättest, ich wäre weggeblieben. Nachher war's natürlich zu spät.«
Mir war diese Unterredung peinlich.
»Ich denke anders darüber,« sagte ich, »und du kannst ja zufrieden sein, nicht? Also laß mich in Ruhe! Sag ihr einen Gruß und ich würde Euch dann in München besuchen.«
»Zur Hochzeit magst du nicht kommen?«
»Nein, Muoth, das wäre geschmacklos. Aber – laßt Ihr Euch kirchlich trauen?«
»Natürlich, im Münster.«
»Das ist mir lieb. Ich habe etwas für die Gelegenheit zurecht gelegt, ein Orgelvorspiel. Keine Sorge, es ist ganz kurz.«
»Du bist ein lieber Kerl! Hol's der Teufel, daß ich mit dir so Pech habe!«
»Ich denke, du solltest Glück sagen, Muoth.«