„Herrgott,“ unterbrach ihn Aber plötzlich, „das ist ja der Elenderle. Kein Mensch in Europa besitzt einen ähnlichen Bratenrock.“

Sie stiegen einige Stufen hinab, Elenderle lag mit dem Gesicht auf den Stufen. Sie hoben ihn auf, geronnenes Blut war auf seinem ganzen Gesicht verschmiert.

„Der ist bös gefallen!“ seufzte Aber. Da klirrte etwas am Boden. Aus der starren Hand Elenderles war ein Revolver gefallen, und nun sahen die Freunde auch an der rechten Schläfe eine kleine, schwarze Wunde. Lauscher steckte ein Streichholz an.

„Bleib du hier,“ sagte Aber mit verwandelter Stimme, „ich gehe zur Polizei.“

„Lassen Sie mich das besorgen,“ rief da eine scharfe Stimme. Der Fremde kam vom Ammerweg her die Treppe herauf. Er rückte giftig lächelnd am Hut und blitzte die Freunde grinsend aus den frechen Augen eiskalt und höhnisch an. Beide erschraken bis ans Herz und rannten durch die Nacht davon.

Als sie am andern Tag erwachten, glaubten beide den ganzen Spuk geträumt zu haben. Die Hauswirtin pochte an Lauschers Tür und kam mit dem Kaffee herein.

„Denken Sie, Herr Lauscher, der Jammer! Heute Nacht hat sich ein Student das Leben genommen.“

Lulu.
Ein Jugenderlebnis, dem Gedächtnis
E. T. A. Hoffmanns gewidmet.
(Geschrieben 1900.)

I.