Und müßte singen von Glück und Pein —
So froh und traurig müßt er sein!
Dem Freunde weitete die stille Traurigkeit der schönen Stunde die Brust in Schmerz und Lust. Er schloß die Augen; aus seiner Seele stieg das Bild der schönen Lulu auf, wie er sie am heutigen Morgen gesehen hatte, so sonneverklärt, so milde, so leuchtend, klug und unnahbar, daß sein Herz in erregten schmerzlichen Schlägen pochte. Seufzend fuhr er mit der Hand über die Stirn, fächerte sich mit dem roten Fingerhut und sang:
Ich will mich tief verneigen
Vor dir und ziehen den Hut,
Ich will dir Lieder geigen
Rot wie Rosen und rot wie Blut.
Ich will mich vor dir bücken,
Wie man vor Fürstinnen tut,
Und will dich mit Rosen schmücken,