Das Ehepaar saß ganz verwundert da. Dem Hilgenbauer aber war zumute, als streichelte die kleine weiche Hand, die ihm über die Backen fuhr, jede Erinnerung an die graue Zeit fort.
In der Linde vor der Laube zwitscherte die Schwalbe.
Der Wendehals.
Lüder Volkmann hatte die Erbschaft angetreten; es gereute ihn keineswegs.
Zuerst wußte er nicht, was er so recht anfangen sollte, da Lembke, der das Ackerland und einen Teil der Wiesen in Pacht hatte, vorderhand allein mit der Arbeit fertig wurde, zumal Ramaker ihm von früh bis spät half, ohne mehr zu verlangen als Essen und Trinken und freien Tabak.
Freimut und Schönewolf hatten Volkmann gebeten, die Aufsicht über die Jagd zu übernehmen und ihm freie Flinte dafür gewährt, und so lag er die meiste Zeit draußen, weniger, um zu waidwerken, als um die Zeit totzuschlagen.
Auf die Dauer wurde ihm das aber langweilig und er suchte sich Arbeit. In Reethagen hatte er einen ganzen Vormittag dem Strohdecker zugesehen, und da das Hausdach auf der Wetterseite schadhaft geworden war, so lieh er sich von ihm die Dachstühle, das Dachmesser, die Dachnadel und das Dachholz, ließ sich Bindedraht besorgen und machte sich mit Ramaker daran, das Dach zu flicken.
Anfangs hatte er vor, nur eine kleine Ecke auszubessern, aber dann fand er, daß die ganze Dachkante undicht war, und da Stroh genug da war für die Schoofe, so ließ er nicht eher nach, als bis keine Fehlstelle mehr an dem ganzen Dache war.