Von Westen kommt die Jagd heran. Voran der Schwarzkittel, von den Lanceuren gedrückt in das freie Galoppterrain. Noch ist sie hochflüchtig, die Sau; aber jetzt wird sie kürzer, immer kürzer, und jetzt ist ein Hund an ihr, jetzt noch einer. Ein gellendes Gejaule; sie wehrt die Hunde ab und wird wieder flüchtig.

Aber nur für eine kurze Frist. Drei, vier, fünf, sechs Hunde sind ihr am Pürzel, jetzt einer am Gehör, und fort ist sie, gedeckt von der Meute, verschwunden in dem schwarzweißgelben Gewimmel.

Und da jagt es heran, ein Haufen bunter Flecken, und mit ihm verschwindet die Meute wieder, in diesem vielfarbigen Gewirr von bunten Röcken, wehenden Pferdeschwänzen, nickenden Pferdehälsen, weißen Hosen, blitzenden Stiefeln.

Einer steigt ab, hastig, daß ihm keiner zuvorkommt; er hebt den Bassen aus mit geübter Faust und hält ihn, bis der Chef kommt und dem Schwarzkittel den Fang gibt mit sicherer Hand.

Ein Horn erklingt; von jeder rechten Hand schlüpft der weiße Handschuh: »Ha-la-li« ruft das Horn des Oberpikörs über das Bruch. Dann rollt sich der bunte Klumpen auf und zieht als bunte Schlange nach Isernhagen. Hinter ihm her donnern die Wagen, strömen die Zuschauer, und zu allerletzt, hinkend, halb getragen, die beim faulen Sprung den Boden küßten.

Hinter den Fuhren stirbt die Sonne den Flammentod. Der große Tag von Isernhagen ist vorbei.


Die Stadt am hohen Ufer.