In der Nacht aber suchte er Swaantje Swantenius auf. Sie lag ohne Schlaf in ihrem Bette und lauschte auf das, was die Stille sprach, und sah, was die Dunkelheit ihr wies.
Die Stille sang ein höhnisches Lied, und die Dunkelheit hielt ihr Helmolds Gesicht hin. Sie streckte die Hände danach aus und flüsterte: »Ich habe dich so oft heimlich lieb gehabt, so oft; hast du es nie gefühlt?« Aber das weiße Gesicht starrte sie an, als wäre sie nicht da.
Bittend sah sie den Mond an: »Du warest sein guter Freund, du weißt alles von ihm; denkt er noch an mich, weiß er noch von mir?« Der Mond sah sie nicht einmal an.
Sie schlief die ganze Nacht nicht und reiste am andern Morgen ab, worüber Frau Hagenrieder sich sehr wunderte.
Inhaltsverzeichnis
| Vorspuk | [1] |
| Die Sektflasche | [7] |
| Das Stapelienbild | [21] |
| Der Vollmond | [36] |
| Der eiserne Ritter | [50] |
| Das Seelenhaus | [68] |
| Der Mohnblumenkranz | [91] |
| Der Platzhirsch | [128] |
| Die Wundfährte | [162] |
| Der graue Engel | [189] |
| Der weiße Garten | [197] |
| Der Sarg | [222] |
| Die Panne | [245] |
| Nachspuk | [267] |