»Ja, und deine gegen meine, Meta, das ist wie ein Kalb gegen die Kuh,« und dann lachten sie beide, denn sie dachten an den Tag im Blumengarten, als seine Hand neben ihrer auf ihrem Kleiderrocke lag.

Aber dann wurde ihr Gesicht anders; das war nun schon so lange her und was lag da nicht alles dazwischen.

Er mochte ähnliche Gedanken haben, denn er seufzte auf und sah über die Buchweizenstoppel, die ganz rot aussah in der Sonne.

Dann sah er wieder Meta an; gewiß, um den Mund und hinter den Augen hatte sie Falten und unter der Haube sah man ein paar graue Haare. Aber wenn sie auch noch mehr Falten und einen ganz weißen Kopf gehabt hätte, es war seine Meta mit den treuen Augen und dem schönen Mund und den guten Händen.

Er holte das Papier aus der Tasche und hielt es ihr hin: »Da hatte ich ganz auf vergessen, Meta. Mein Vater hat das in seinem letzten Willen aufgegeben, daß auf dem Hehlenhofe für dich immer eine Stätte ist, wenn es dir wo anders nicht mehr paßt.«

Sie sah in das Papier und meinte leise: »O, hier habe ich es ganz gut.«

»Ja, Meta, so meine ich das nicht. Du hast mich nicht nötig, aber ich habe dich nötig. Wie lange wird es dauern, und die Mädchen freien, und dann habe ich wieder keinen Menschen, wie so viele Jahre.«

Sie legte ihre Hand auf seine: »Wenn das so ist, Göde, mich brauchen sie auf dem Dieshofe nicht mehr, und so kann ich ja nach dem Hehlenhofe ziehen.«

Und damit schlug sie wieder ihr Fürtuch vor das Gesicht und weinte, daß es sie schüttelte, denn sie wußte nicht, war das nun ein Glück, um den einen Mann zu sein, dem ihr Herz von Anbeginn gehört hatte, oder war es schrecklich, da Wirtschafterin zu sein, wo sie von rechtswegen als Bäuerin hingehört hätte.