Er wurde aus der großen Tür getragen und auf das Wagenstroh gehoben. Durtjen reichte das Leichlaken her und Detta und Sophie, die hinter dem Sarge saßen, zogen es darüber, daß es rechts und links lang herunterhing.

Die Großmagd goß hinter dem Wagen eine Schale Wasser aus und lief dann in die Dönze, um die Kastenuhr abzustellen und den Spiegel zuzuhängen.

Der Großknecht stellte sich an den Kopf des Sattelpferdes und die Pferde zogen an und schnaubten, als sie über das brennende Sterbestroh mußten, das der zweite Knecht ihnen vor die Füße warf.

Die Frauen aus der nächsten Freundschaft, alle in weißen Trauerlaken, gingen hinter dem Sarge her, neben und hinter ihnen folgten die Männer, alle im Kirchenrock und hohem Hute.

Es war ein prachtvoller Tag, als sie Johannes Gotthard Georgius Hehlmann, den letzten Hansbur, den Notweg fuhren. Die Birkenbäume waren so gelb wie Gold und der Himmel war hoch und hell.

»Ein Prachtwetter,« sagte der wilde Meyer zum roten Schmidt, »ein Tag, der ihm passen konnte. Alles konnte er vertragen, bloß keinen tiefen Himmel.«

Der andere nickte und wischte sich den Schweiß unter dem hohen rauhen Hute ab; er war recht alt geworden, und Meyer noch mehr und die Sonne war ihnen beschwerlich.

»Eine Seele von Mensch war es,« flüsterte Schmidt; »weißt du noch den Abend, als er dem Sägemüller das Schluckglas in das Maul schlug? Was war das für ein Kerl! So einer kommt so bald nicht wieder.«

Meyer lächelte: »Aber Vodegel ist auch mitgekommen, trotz der alten Feindschaft; das ist schön von ihm.«

Als der Leichenzug meist bei der Kirche war, begab sich etwas, worüber sich alle wunderten. Ein Stößer war hinter zwei Tauben her. In ihrer Angst setzten sie sich auf das Leichlaken; der Stößer nahm die schwarze Taube und flog mit ihr fort.