Dann aber wurden seine Augen blank und seine Stimme war wie ein Peitschenklappen, und der Bauer und die Bäuerin sahen sich an, machten enge Lippen und die Mutter rief über den Hof: »Göde, prahl nicht so!«
Ein einziges Mal war der Vater böse zu ihm geworden. Die Kinder hatten sich ein Osterfeuer gemacht und waren über die Flammen gesprungen, Göde immer vornweg.
Bloß Ludjen Wehmeyer, ein Häuslingsjunge, wollte nicht, denn er war bange. Da war Göde an ihm vorbeigelaufen, hatte ihn an den Ärmel gefaßt und war mit ihm über das Feuer gesprungen, das heißt, nur halb, denn weil Ludjen sich sträubte, fiel Göde, und nun lagen sie alle beide in dem Feuer.
Göde hatte nicht viel abgekriegt, aber Ludjen um so mehr, und als Mutter Wehmeyer auf den Hof kam und dem Bauern die Ohren vollheulte, da hatte Göde abgestritten, daß er schuld sei.
Aber die Lüttjemagd hatte über die Halbetüre gerufen: »Doch hat er schuld, ich hab' es gesehen!«
Der Vater hatte ihn mit in die Dönze genommen und gesagt: »Warum bleibst du mit der Wahrheit hinter dem Busche? Gehört sich das für einen Bauernsohn? Wie kann ich dir glauben, wenn du einmal gelogen hast? Und damit du dir das merkst, gehst du die erste Woche nicht mit in das Bruch.«