Die Bäuerin lachte unter der Bettdecke: »Schweig bloß still; ich schäme mich heute noch halb tot, wenn ich daran denke. Jochen, was willst du,« wehrte sie halb ab, als ihr Mann den Arm unter ihren Hals schob, »wir sind doch reichlich alt genug für solche Dummheiten. Wenn das die Kinder wüßten!«

Der Bauer sagte: »Mai ist Mai. Und wer weiß, was die jetzt tun.«

Aber Meta lag mit großen Augen in ihrem Bette; sie hatte die Hände gefaltet und dachte weiter nichts, als: »Gott, o Gott, wie gern ich ihn habe!«

Nebenan in der Dönze warf sich Göde in seinem Bette hin und her und wußte nicht, wo er den Schlaf hernehmen sollte.

Er überlegte, ob er bei Meta anklopfen solle, aber er scheute sich davor, und so lag er mit offenen Augen da, drehte sich von einer Seite auf die andere und hörte immer das Lied, das sie im Blumengarten gesungen hatte:

Ick set woll up den Breedensteen
Un harr min Ogen so recht beweent.
De annern Dirns kregen all 'n Mann
Un ick müß sitten und seg dat an.
Ick müß min Hoor up den Puckel slahn
Un noch en Jahr as Jumfer gahn.