Ein Gedanke war immer bei ihm, wenn er an sie dachte: wie ging es zu, daß sie nicht guter Hoffnung war? Er wußte keine, die er lieber mochte, aber eine Frau, von der er keinen Hoferben haben sollte, das wollte ihm nicht in den Sinn.
Als der Dezember kam, hustete der Vater immer hohler und eines Morgens blieb er in der Butze.
Göde schickte nach dem Doktor, aber der Bauer sagte, der könne ihm doch nicht helfen, und der Doktor gab das zu. »Dein Vater geht aus, wie ein Krüsel ohne Oel; er hat keinen Willen zum Leben mehr.«
Der alte Tyras lag den ganzen Tag vor der Butze des Bauern und fraß kaum mehr.
Hehlmann wurde immer schwächer. Er sagte Göde, er solle den Advokaten holen lassen, und als der da war, verschrieb er Göde den Hof unter der Bedingung, daß er und seine Rechtsnachfolger, solange Meta Dettmer leben sollte, eine Dönze für sie frei halten und sie kleiden und verpflegen sollten, wie es einem Mädchen von einem großen Hofe zukam.
An diesem Abend ging Tyras auf den Hof, heulte nach dem Kirchhofe und ging nicht wieder in die Dönze, sondern legte sich auf seinen alten Platz im Pferdestall; als der Großknecht ihm am anderen Morgen eine Satte Milch hinstellte, sah er, daß der Hund tot war.
Am Morgen darauf lag der Bauer tot in seiner Butze. Sein Gesicht war ernst und streng. »Der zieht keinen nach,« sagte die Totenfrau, als sie ihn in das Notlaken einnähte.
Es war eine große Leiche, denn die Hehlmanns hatten eine weitläufige Freundschaft, und die Hohenhölter waren da und sogar der Droste.
Unter den Klageweibern, die in ihren weißen Notlaken bei dem Sarge saßen und nebenher gingen, fehlte Meta; ihr Bruder lag schwer an der Lungensucht.