Sie konnte sich keine Stellung bei den Leuten machen; immer kam die Kätnertochter bei ihr heraus.
Auf den Bauern nahm sie keine Rücksicht; er war ihr Mann und damit war es gut. Mit wildem Haar und schmutziger Schürze setzte sie sich zum Essen, und das war auch danach.
Sie kochte ohne Liebe, und die schmälzt mehr, als der beste Speck. Den ganzen Tag schoß sie im Hause hin und her und putzte hier und wischte da, aber rein und ordentlich sah es nie recht aus.
Hehlmann ließ sie im Hause machen, was sie wollte, und wenn er nicht bei der Arbeit war oder schlief, dann war er in der Wildbahn, entweder in seiner Eigenjagd oder bei Klas.
Dem ging es auch nicht besser. Mit der Zeit war die Voßbäuerin dahinter gekommen, daß der hübsche Kerl hier und da nahm, was ihm geboten wurde, und war die Frau bisher lauter Honig und Sirup, so wurde sie jetzt eitel Gift und Galle. Und das schlimmste war, daß sie den Daumen auf den Beutel hielt.
Auf die Art fand Klas immer mehr Gefallen am Freijagen, denn der Krüger war ein guter Abnehmer, und Kordes brauchte Geld für Bier und Wein, und für Brusttücher und Gürtelschnallen auch, »denn«, sagte er, »mit lütjen Happen macht man die Hunde kirre.«
Bisher hatte er sich mit Hasen und Rehböcken zufrieden gegeben, und auf die gaben die Förster im Königlichen nicht viel, aber mit der Zeit ging er ihnen auch über die Hirschböcke.
Es wurde so schlimm damit, daß von der Hofjägerei in Hannover ein heiliges Donnerwetter wegen der großen Abgänge an den Forstmeister kamen, und der gab es weiter.
Tag und Nacht lagen nun die Förster im Holze, aber immer waren sie betrogen. Wenn sie hier lauerten, knallte es da, und paßten sie da, so ballerte es hier.