»Das ist Nummero zwei,« dachte der Bauer, und dann lachte er sich die Angst weg. Aber es fiel ihm ein, daß er in der Nacht aufgewacht war, weil der Hund so scheußlich geheult hatte.

Er trocknete sich den Schweiß unter der Mütze ab, denn es war diesige Luft, und dabei wurde es ihm klar, daß das mit dem Hund der erste Vorspuk gewesen war, und daß noch zwei hinterher gekommen waren.

»Duffsinn,« dachte er und holte die Schnapsflasche heraus, die er jetzt immer bei sich hatte, wenn er losging.

Als er bei der Dickung war, wartete er erst eine Weile hinter einem großmächtigen Machangel.

In der Forst schrie der Schwarzspecht, erst lang und klar wie eine Glocke, und dann schnell hintereinander. »Das Wetter schlägt um,« dachte der Bauer.

In der Birke bei dem Grenzsteine sprang ein kleiner, schmaler Vogel hin und her und gab in einem Ende einen Ton von sich, der sich ganz unglücklich anhörte, im Hehlenbruche schrie eine Kuh, als wenn sie zum Schlachter sollte, und mitten in der gewöhniglichen Haide am Grenzgraben stand ein Busch, der blühte weiß.

»Das ist gerade, als wenn es nach Unglück riecht,« dachte Hehlmann; er nahm noch einen Schnaps und trat über den Grenzgraben.

In der Dickung war es stickend heiß; es nahm ihm ordentlich die Luft weg. So manches Mal war er schon über die Grenze gegangen, aber so war ihm noch nie zu Sinne gewesen.

Hin und her ging er durch die Fuhren, wo sie etwas raum wurden; oftmals mußte er fast kriechen, so rauh waren sie meist.

Als er ungefähr in der Mitte war, hörte er, daß Wild vor ihm absprang, gleich dahinter meldete der Markwart in dem Windbruche und nun wartete er, daß es knallen sollte. Aber es knallte nicht, und so drückte er die Dickung durch, bis ihm der Schweiß über den Rücken lief.