Als er am Ende war, nahm er noch einen Schnaps, wischte sich den Schweiß und die Spinneweben aus dem Gesicht, holte tief Luft, denn von der Hitze war ihm ganz benaud geworden, und dann nahm er den Hut ab und ließ hinter den Zweigen her seine Augen über die Blöße gehen.
Da war nichts, wie er erst meinte, aber dann sah er, daß halbrechts hinter einem Wurfboden sich etwas rührte; es waren die Köpfe von drei Stück Wildpret, einem alten Tiere und zwei Kälbern, die nach dem Stangenort hinäugten und spielohrten.
»Warum schießt er nicht,« dachte er, »sie stehen so schön breit,« und er wollte gerade auf einen Stuken steigen, um weiteren Blick zu haben, da trat das Wild hin und her und bog dann nach links ab.
»Sie haben eine Mütze voll Wind gekriegt,« dachte er, aber dann horchte er auf; drüben im Holze meldete der Specht und in demselben Augenblicke knallte es, das Hirschkalb stürzte im Feuer, das alte Stück und das Wildkalb machten kehrt und polterten in die Dickung zurück.
Hehlmann wartete und wartete, aber es blieb alles still. So still war es, daß er vernahm, wie ihm das Herz in der Brust arbeitete; unheimlich still war es.
Quer über den Windbruch flog der Schwarzspecht; jedes Mal, wenn er einen Flügelschlag tat, schnurrte es laut.
Ein Rotkehlchen setzte sich auf eine lose Wurzel, die aus einem Wurfboden heraus hing, und Hehlmann war es, als wenn es ihn traurig ansah.
Und dann war über ihm in den Fuhren wieder der kleine schmale Vogel mit seinem unglücklichen Gepiepe zu gange.
Dem Bauern wurde es bald heiß, bald kalt, und als drüben der Markwart meldete, verjagte er sich. »Wir kriegen ein Gewitter,« dachte er bei sich; »ich habe es mit den Nerven.«