Aber sie blieb bei ihm, eine ganze Stunde lang. Ab und zu versuchte er, aufzustehen, aber immer wieder brach er röchelnd zusammen, und jedesmal quoll es rot aus seinen Blättern.
Dann überlief ihn ein Zittern, er röchelte noch einmal schrecklich, machte sich lang, und von da ab rührte er keinen Lauf mehr.
Dann brach es wieder in der Dickung. Das Schmalreh stand auf. Menschenworte erklangen: »Zur Fährt, mein Hund, so recht, mein Hund! Such verwundt, mein Hund!«
Das Brechen kam näher. Lautes Gehechel eines Hundes tönte heran. Das Schmalreh sprang ab, von Entsetzen gepackt.
Hinten in den Birken verhoffte es. Der dumpfe Hals des Hundes erklang, dann des Waldhorns heller, froher Ruf: »Bock tot!«
Neben dem Bock kniete der Förster. Freudig betrachtete er den Kopfschmuck, dessen scharfe Enden noch rot waren von dem Mord.
Schmalrehchen aber zog im Wald umher. Es fühlte sich einsam. Laut rief es nach einem fühlenden Herzen. Das fand sich bald. Es war ein dreijähriger stattlicher Bock. Und er war viel liebenswürdiger und nie so grob, wie der alte Achtzack.