»Heraus mit Ihnen, oder ich mache Ihnen Flügel!«

»Danke, habe selber welche!«

»Wollen Sie heraus oder nicht?«

»Ich ziehe das letztere vor!«

Wütend hackte Dickkopp von oben nach dem Frechling, der aber kannte das, zog den Kopf zurück, und als Watscheline so unvorsichtig war und in das Schlupfloch kroch, faßte er sie beim Hals und kniff sie, daß sie schrie.

Rasend vor Wut stürzte Dickkopp vom Dach, kroch in das Haus, fiel über den Spatz her und hackte gewaltig auf ihn los. Als der Sperling merkte, daß er an den Unrechten gekommen war, schrie er Mord und Brand, und nun kamen sie von allen Seiten heran, die Spatzen, und fielen mit Verbal- und Realinjurien über das Starenpaar her.

»Solch Prachervolk! Haben im Walde nichts zu fressen und schnurren sich in der Stadt satt! Sollen hingehen, wo sie hergekommen sind! Bagage! Kirschendiebe! Schneckenfresser! Und krumme Beine haben sie! Und gelbe Schnäbel bei ihrem Alter! Kein Wunder, daß sie sich so benehmen! Wartet nur, wir wollen es Euch beibringen! Euch die bunten Lappen abreißen! Mit uns wolltet Ihr anfangen! Ihr! mit uns! Na, wartet bloß!«

»Komm, Dickkopp,« sagte Watscheline, der es ängstlich zumute wurde, »laß uns fortfliegen. Was sollen wir uns mit dem Gesindel herumschlagen!«

Sie erhoben ihr Gefieder und stoben ab. Und als sie draußen über der Wiese auf dem Telegraphendraht ihre Federn ordneten, rückte die Frau an ihren Mann heran und sagte: »Dickkopp, im März bauen wir wieder im Walde, nicht wahr?«