»Entschuldigen Sie, Herr Sperling,« begann er höflich »das ist unser Haus.«

»Ihr Haus? So? Ich dachte, es gehörte dem Doktor!« fragte trocken der Spatz. »Haben Sie es gemietet oder gekauft? Und gleich bar bezahlt oder was?«

»Wir haben es vom Frühjahr an mit Erlaubnis des Besitzers bewohnt und darin zweimal gebrütet und haben so ein historisches Recht darauf.«

»Historisches Recht ist gut,« meinte der Spatz. »Das sagte die Katze auch, als sie die Maus fraß. Jetzt bewohne ich es mit Erlaubnis des Besitzers und beanspruche ebenfalls ein historisches Recht, denn meine Frau wollte schon früher darin brüten, und auf einmal waren Sie da.«

»Hätten wir das gewußt, so wären wir zurückgetreten,« meinte Dickkopp höflich. »Sie hätten sich nur zu melden brauchen. Aber ich denke, wir einigen uns. Wir haben uns nun so an das Haus gewöhnt. Wir verreisen jetzt bis zum März, solange können Sie darin wohnen.«

»Danke schön, sehr liebenswürdig, zu viel der Güte,« höhnte der Spatz.

Dickkopp stieg die Wut in die Augen, aber er bezwang sich noch: »Und im März treten Sie es uns dann wieder ab, nicht wahr Herr Sperling?«

»Dieses nicht, sondern nein,« meinte der.

»Ja, aber zum Donnerkeil,« schrie Dickkopp, dem die Sache zu dumm wurde, »sind Sie denn verrückt?«

»Ich nicht, Sie vielleicht?« tönte es zurück.