Da rief der Kauz im Walde dreimal laut: »Komm mit, komm mit, komm mit zur Ruh, zur Ruh, zur Ruhuhuhu!« und Mümmelmann flüsterte: »Ich komme,« und seine Seher brachen.
Ludjen hielt die Totenwacht bei seinem Oheim; drei Tage und drei Nächte blieb er bei ihm. Als er aber nach der vierten Nacht zurückkam zum Hünengrab, da war der Leib seines Ohm verschwunden, und Ludjen meinte, die kleinen weißen Hasen wären gekommen und hätten ihn weggeholt zu dem Hasenparadiese, wo der große weiße Hase auf dem unendlichen Kleeanger sitzt.
Reinke Rotvossens Vetternschaft aber wunderte sich, daß der alte dreibeinige, schwanzlose Heidfuchs, der immer so klapperdürr war, seit einigen Tagen einen strammen Balg hatte. Er hatte seinen Freund Mümmelmann bestattet auf seine Art.
Der Mörder.
Die halbe Heide entlang waren alle Förster und Jäger in Aufregung; es spürte sich ein fremder Haupthirsch.
Gesehen hatte ihn noch kein Menschenauge. Nach der Uhlenflucht trat er zur Äsung aus und vor Tau und Tag zog er wieder in die Dickung.
Der Fährte nach war es ein Hirsch von mehr als dem zehnten Kopfe; bequem konnte ein Mann die vier Finger der Hand hineinlegen. Es war eine Fährte, die tief und fest in dem Sande stand; danach gab man dem Hirsche dreihundert Pfund und darüber. Und weil sie ein ganz anderes Bild zeigte, viel mehr Zwang aufwies, als die der Standhirsche, so schlossen die Förster, daß der Hirsch von weit her zugewechselt sein mußte.