Der Moorvogt weist mit seinem Stocke zurück und in die Runde: „Die haben alle einmal so gebaut,“ sagt er. „Das Trockenmachen ist eure Sache.“
Jons und Erdme sehen sich an und denken: „Was die anderen gekonnt haben, müssen wir auch können.“ Und so suchen sie sich aufs Geratewohl einen Platz für Haus und Ackerland und sind dabei immer dem Weinen nahe.
Der Moorvogt umgeht mit ausgreifenden Schritten die ungefähr in Betracht kommende Fläche. „Diese Parzelle,“ sagt er dann stehen bleibend, „gibt euch der Staat zur Bewirtschaftung. Sie wird natürlich genau ausgemessen werden und ist dann einen Hektar groß. Geht es euch gut, so dürft ihr später noch drei weitere dazu pachten. Auf dem Rückwege kommt bei mir an und gebt eure Unterschrift. Bis dahin überlegt es euch. Braucht ihr einen Rat, so bin ich dazu da. Viel Glück und guten Morgen!“
Damit gibt er ihnen die Hand, und weg ist er.
Nun stehen sie da und sehen sich wieder an.
Ja oder nein?
Nein — dann müssen sie zurück in Dienst — in einen härteren vielleicht, vielleicht auch niedrigeren, obgleich das kaum noch möglich ist, und die Hoffnung auf Haus und Herd versinkt für Jahre. Wozu sind sie jung und übervoll von unverbrauchten Kräften, die sich sonst für Fremde erschöpfen müssen? Also ja — dreimal und tausendmal ja.
„Was die anderen gekonnt haben, müssen wir auch können,“ wiederholt der Jons noch einmal laut, und die Erdme wiederholt es auch. Und damit sind sie fertig.
Das Nötigste, woran sie denken müssen, ist, sich für die nächsten Monate ein Obdach zu besorgen.
Sie gehen also an die ersten zwei Leute heran, die sie auf dem Acker arbeiten sehen, und sagen: „Wir wollen uns in der Nähe anbauen. Könnt ihr uns wohl so lange eine Kammer vermieten?“