Müde sind sie und warten voll Freuden des kleinen Festes, das der Besitzer ihnen zu bieten hat. Jedem liegt ein Fladenstück auf dem Schoße, und die spiegelnde Flasche geht manchmal reihum.

Nur die Frau des Witkuhn fehlt. „Sie ist immer elend,“ sagt er, „und muß mit den Hühnern zu Bette.“

„Da werd’ ich mich dir wohl bald erkenntlich zeigen können, Nachbar,“ meint die Erdme. Er antwortet nichts, aber über sein abgehärmtes Gesicht geht rot eine Flamme wie von verbotener Freude.

Die Nacht ist hell, wie im frühen Juni ja immer, und zum Überfluß steht der Mond ziemlich hoch.

Taruttis schlägt vor, ein geistliches Lied zu singen, damit die bösen Geister das unfertige Bauwerk nicht umschmeißen können, und das geschieht denn auch.

Noch sind sie mitten darin, da bemerkt Erdme, daß auf dem Wege, der wohl hundert Schritte abseits liegt, eine Gestalt sich unruhig hin und her bewegt.

Und sie erschrickt sehr, denn sie erkennt den bösen alten Mann von gestern. Die Stimme zum Singen verschlägt ihr, aber sie will den heiligen Gesang nicht stören, darum wartet sie, bis sie zu Ende sind, dann weist sie mit der Hand auf den Schatten hin, der in dem ungewissen Mondlicht zu tanzen scheint.

Alle wenden die Gesichter, aber keiner spricht ein Wort. Es scheint, sie fürchten sich alle.

Selbst der Jons braucht eine ganze Weile, bis er fragt, was da los ist.

„Scht“ macht die Taruttene.