Dann gibt er ihnen einen Zettel für seinen Ziegelmeister, und damit haben sie sich Feuerstatt und Ofen ehrlich erworben. Der zugehörige Lehm muß ja freilich doch noch gemaust werden, aber den liefert zur Nachtzeit die Grube des Ökonomierats ohne viel Fragen, und das Strauchwerk, das als Halt in die Brandmauer gepackt werden muß, kann man sich ringsum von den Weidenbüschen schneiden.
So steigt die Mauer bald bis zur Decke.
Auf der einen Seite lehnt sich die Feuerstelle daran, auf der anderen der Ofen. Sehr schön sieht er nicht aus. Einer aus glasierten Kacheln würde sich sicher weit besser machen, und gerade steht er ja auch nicht, aber wärmen wird er vielleicht, wenn erst die Torfstücke drin prasseln.
Nun aber der Schornstein! Denn sonst erstickt man im Rauch.
Das Loch in der Zimmerdecke ist längst schon geschnitten. Wenn man nur weiter wüßte!
„Bei Schmidt auf dem Hofe,“ sagt der Witkuhn, „liegt ein Haufen von rostigen Kannen. In denen ist früher Petroleum gewesen. Da kostet jede zehn Pfennig. Davon kauft euch ein Dutzend.“
Sie kaufen sich zehn und schmuggeln zwei noch mit durch.
Aber nun weiter!
Und der Witkuhn zeigt ihnen, wie man aus Latten eine vierseitige Röhre macht und sie mit dem Blech so dicht beschlägt, daß der Rauch durch die Ritzen nicht durchkann. Diese Röhre wird durch das Deckenloch geschoben und so hoch geführt, daß sie die Sparren noch überragt. Dann wird unten von Latten ein Mantel schräg darangenagelt, — und siehe da! der Schornstein ist fertig.
Das Anheizen will ausprobiert werden. Ach, wie qualmt das — und stinken tut es nicht weniger — vor allem nach Leim und Petroleum, aber das wird sich schon legen.