Er lacht, wie er seit Wochen nicht mehr gelacht hat, und reicht ihr den Spiegel herunter. Sie solle ins Haus gehen, sich rasch das Haar zurechtmachen, sie sehe ja aus wie die Hexe, die Rágana selber.

Und sie kuckt in den Spiegel — der spiegelt zwar nicht — aber es ist doch ein Spiegel.

Der Schrank wird gleich in die Stube gestellt, aber die Bettstatt muß auseinandergenommen werden, denn die Tür ist zu schmal, und der Tisch geht erst recht nicht hindurch. Aber schließlich steht alles an seinem Platz, und der Fuhrmann kriegt seinen Freitrunk.

Nur schade! Stockfinster ist es geworden. Selbst die Blumchen der Schranktür sind nirgends mehr zu erkennen.

Da sagt der Jons: „Was du wohl denkst! Das Schönste ist immer noch draußen.“

Er geht, und sie wartet gehorsam. Nie im Leben hat sie gedacht, daß man so klein dastehen könne neben dem eigenen Mann.

Da läuft ein Lichtschein über sie her. Und was bringt er getragen? Eine Lampe. Eine richtige Petroleumlampe mit Glasbehälter und Glocke, wie sie im Hoffmannschen Laden im Schaufenster stehen. Selbst in der Wirtsstube der Frau Schlopsnies hat es das niemals gegeben. Dort hatten sie alle bloß blecherne Schilder.

Der Fuhrmann fährt ab, und der Jons steht da und läßt sich bewundern.

Wie hat das zugehen können?

Ja, wie hat das zugehen können? Die Bretter sind aus der Sägemühle, das ist klar. Aber weiter? Als der Tischler Kuntze sich auf dem Holzplatz seinen Bedarf aussuchte, hat Jons ihn gefragt, wie man wohl am besten zu einer Einrichtung kommen könne. Da hat der Tischler sich erst umgesehen und dann gesagt: „Wer mir beim Aufladen behilflich ist, so daß ich nicht etwa zu kurz komme, dem werd’ ich nach Feierabend zur Hand gehen und ihm zeigen, wie er es macht.“ Nun, der Tischler Kuntze ist nicht zu kurz gekommen. Im Gegenteil. Und zum Dank dafür hat der Jons sechs Wochen lang in seiner Werkstatt arbeiten dürfen bis in die Nacht hinein. Dann hat er noch zwanzig Mark zuzahlen müssen für Licht und für Ölfarbe, und noch heute können sie ’rüberziehen und im eigenen Heim wohnen wie jeder Besitzer.