Und mit einem Male kriegt er das Übergewicht und kippt mit seinem mächtigen Schmerbauch nach hinten zurück, so daß die Beine hoch in der Luft herumrudern.
Da weiß sie, was es ist. Die Lehmschicht und der Moorboden haben dem mächtigen Körper nicht standhalten können, und die vier Beine der Hocke sind unter ihm in die Tiefe gesunken.
Und da befällt sie ein Lachen. Sie lacht und lacht, und aus dem Lachen heraus kreischt sie hell auf, denn ihr Leib wird plötzlich in Stücke geschnitten, und — wupp! — ist die Katrike da!
Nachher, wie er gehen will, dreht der Jons demütig die Mütze in der Hand und fragt ihn, was es wohl kostet.
Da sieht er sich in der Stube um, besieht den grünbunten Schrank und den goldrahmigen Spiegel und sagt: „Nun, nun, ihr scheint ja ganz wohlhabende Leute zu sein. Gebt mir also“ — der Erdme steht das Herz still vor Angst — „gebt mir also — drei Mark.“
Und die Erdme denkt jubelnd: „Wenn das so billig ist, krieg’ ich nächsten Frühling ein zweites.“
9
Man müßte lügen, wollte man sagen, daß das nun folgende Jahr für den Jons und die Erdme kein gesegnetes gewesen sei.
Das Schwein wird gut verkauft, und die Kuh zieht ein. — Sie ist die klügste, die schönstgefärbte, die milchreichste Kuh, die es auf Erden je gegeben hat. Die Milch muß morgens und abends zur Sammelstelle getragen werden und bringt manchen nützlichen Groschen. Das Schlimme ist nur, daß es an Futter fehlt, denn auf dem kalklosen Moor kommen die Wiesen erst, wenn es Jahre und Jahre bebaut ist, und seine Bewohner helfen sich dadurch, daß sie im Umkreis — bis über den großen Strom hin — jedes Rasenstück pachten, das irgend zu pachten ist.
So geht auch Jons auf die Suche, findet aber nichts, was nahe genug gelegen wäre, daß man das Heu auf der Karre heimschaffen könnte.