Und doch hat er ihnen nie was getan.
Der Nachbar Witkuhn hingegen ist ihnen ein gütiger Onkel, bringt Gerstenzucker und Walnüsse mit und schenkt ihnen deutsche Bücher. Darin stehen Geschichten von Königstöchtern und Prinzen und anderen vornehmen Leuten, zu denen sie hingehören. Seine siechende Frau lebt immer noch und läßt sich von der Mutter betreuen. Aber ihnen sollte es einfallen, für fremde Leute Magddienste zu tun!
Und möchte die Urte noch allenfalls, die Katrike ließ’ es nicht zu, denn warum so was Unnützes überhaupt lebt, dafür gibt es keine Erklärung.
Die Frau des Smailus — die vierte — ist ihnen nicht grün und will kaum einmal, daß die Kinder mit ihnen spielen. Sie ist eine spitze Person, die ihren Mann hält, als wär’ er ihr Knecht.
Aber die Wirtschaft gedeiht. Nur kommt der Smailus bisweilen und klagt: „Was können die Pferde mir helfen, die jetzt im Stalle stehen, und die gestorbenen Frauen? Denn ich bang’ mich so sehr nach der Dritten.“
Und dann sagt die Mutter bloß: „Siehst du, Nachbar, da hast du’s.“ — — —
Urte hat weiße Glieder und einen anschlägigen Kopf und soll drum in der Fremde ihr Glück machen.
Die Katrike wird nächstens zum Unterricht gehn. Sie wächst und wächst dem lieben Gott ein Loch in den Himmel. Und darum wird sie „das Katzchen“ genannt. Faul ist sie wie die Pest. Sie muß daher ein Rittergut haben. Und so ist alles aufs beste bestellt.
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Joijoi! Wassersnot! Joijoi! Wassersnot! Wassersnot!