Sie steht auf und zieht sich an. — Die Röcke von gestern sind noch patschnaß, aber die mitgebrachten scheinen fast trocken.
Die Marjellen schlafen, und Jons in seinem Fieber redet Dummzeug. Die Kühe haben sich eingerichtet, und das Schwein will sein Frühstück.
Wie sie ordentlich auftritt, merkt sie, daß auch der Stall nicht mehr festhält. Und der war doch wie für die Ewigkeit gebaut.
Wie geht’s denn mit den Häusern ringsum? Heute ist klare Luft. Man sieht sie, als wäre man dicht davor. Beim Nachbar Witkuhn läuft das Wasser zur Bodenluke heraus. Ob er heimgekommen sein mag? Ob die Frau wohl noch lebt? Beim Nachbar Smailus hat der Schornstein das Dach durchschlagen, denn der bestand bis hoch oben aus Ziegeln.
Und dicht daneben? Was ist das? Da steht ja ein anderes Haus, das gestern nicht da war! — Wie kommt das dahin? Dafür ist die Kate des alten Raubmörders von ihrem Platze verschwunden.
Um Himmelswillen — das fremde Haus dicht neben dem Hofe des Smailus, das ist sie ja!
Und sie steht auch da nicht einmal fest. Langsam, langsam treibt sie der Wasserdrang vor sich her. In jedem Augenblick verschiebt sich die Richtung gegen den Hof hin.
Oder ist es am Ende gar nicht das Wasser, das sie weiter bewegt? So viel Kraft kann das kaum haben, denn dann gäb’ es ja keine Eisschicht. Und was bedeutet die Stange, die sich am hinteren Ende hebt und senkt?
Das ist gar keine Kate mehr, das ist ein Kahn. — Ein Kahn, der sich fortbewegt, ein Kahn, der gelenkt wird.
Und hat das alte Schreckgespenst nicht einst von einer Arche Noah gesprochen?