Der Jons kommt aus den Wiesen, sieht die dickgeweinten Gesichter und wundert sich. Aber fragen tut er nichts. Das hat er sich lange schon abgewöhnt.
Die Erdme, deren Gewissen nicht das reinste ist, geht ihm aus dem Wege, so viel sie nur kann, aber begegnen muß sie ihm doch, und schließlich versucht sie’s mit Vorwürfen.
„Du hast kein Herz für deine Töchter,“ sagt sie, „und du achtest sie wie einen Strick um den Hals.“
Er fragt: „Wer hat dir das zu wissen getan?“
Und sie sagt: „Das ersieht man aus deinem Benehmen. Schon die Katrike hast du nicht leiden mögen, und seit die Urte wieder da ist, ist es noch schlimmer. Du bist eben ein Kúmetis“ — ein gemeiner Mann — „und bleibst ein Kúmetis, und alles Hochgeborene ist dir zuwider.“
Er sagt: „Ich habe nie erfahren, daß du von besserer Herkunft wärest als ich. Als wir anfingen, Pracher waren wir da alle beide.“
„Ich habe doch wenigstens meine Betten gehabt,“ entgegnet sie drauf, „und sechsundsechzig Mark hatt’ ich auch, aber du hattest so gut wie gar nichts.“
Und er sagt: „Zu meinem bißchen habe ich zwei Jahre Arbeit gebraucht, aber wo du deine Reichtümer herhattest, darüber weiß man nichts Rechtes.“
Ihr ist, als schlägt ihr einer mit der Axt vor die Stirn. „Ich habe dir vorgerechnet auf Heller und Pfennig,“ sagt sie, wie mit Blut übergossen, und wendet sich ab.
Sie ist nun so wütend auf ihn — sie könnt’ ihn beinahe vergiften.