„Wo sollen sie denn aber herkommen?“

„Von da, wo der Vater sie hingetragen hat,“ erwidert die Urte. „Ist es nicht schon genug, daß ich auf meine Hälfte verzichte?“

Die Erdme will reden, aber ihr ist, als sitzt ihr ein Klumpen Heede im Schlund.

Alles soll hin! Alles soll weg! Bloß damit die Katrike ein Nest kriegt.

Und die, die solange in der Kammer gelauert hat, kommt begierig gelaufen.

„Wer wird es? Wer ist es? Wieviel Hufen hat er? Wieviel Pferde stehen im Stalle? Wieviel Rindvieh weidet am Ufer?“

Da kriegt die Erdme die Sprache wieder. „Wenn es um den Preis geht, dann schlag dir die Heirat nur aus dem Kopf. All sein Gespartes gibt der Vater dir nie.“

Und die Katrike heult und wälzt sich am Boden. Ihren Besitzer will sie nicht lassen. Der ist ihr versprochen, seit sie ein Kind war. Der kommt ihr zu. Der gehört ihr zu eigen.

Der Erdme dreht sich das Herz im Leib um. Ihr Kind ist im Recht. Nie ist von was Anderem die Rede gewesen. Nie hat sie selbst es sich anders gedacht.

Sie hebt die Katrike auf und liebkost sie und verspricht ihr das Blaue vom Himmel.