Da kriegt der Ansas mit einmal die Sprache wieder und sagt: „Du, Indre, von nun an heißt es nicht mehr der Rußstrom, jetzt ist es die Memel.“
Sie bedankt sich für die Belehrung, und dann wird es wieder still. So lange still, bis Ansas plötzlich den Arm hebt und ganz erfreut nach vorne zeigt.
Sie wendet sich um und fragt: „Was ist?“
„Was wird sein?“ sagt er. „Tilsit wird sein.“
Sie sieht nicht nach Tilsit. Sie sieht bloß nach ihm. Er lacht übers ganze Gesicht, weil sie nun bald da sind.
„Es wird nicht geschehen,“ denkt sie. „Der Mensch kann sich nicht freuen, der so Schreckliches mit sich herumträgt.“
Und dann wird er ganz ärgerlich, weil sie so gar keine Neugier zeigt.
„Da vorne bauen sie die große Eisenbahnbrücke,“ sagt er, „und hinten steht auch Napoleons Kirchturm, aber du siehst dich nicht einmal um.“
Sie entschuldigt sich und läßt sich alles erklären. Und so kommen sie immer näher.
Die Mauerpfeiler, die aus dem Wasser wachsen, und die Eisengerüste hoch oben, die in der Luft hängen wie der Netzstiel beim Fischen — so was hat sie wirklich noch nie gesehen.