Und sie schlug mit dem Krückstock auf die Marinke los.

Die dachte nur daran, den kleinen Jurris zu schützen, der bitterlich zu weinen begann, weil einer der Schläge auch ihn getroffen hatte, und ging davon ohne ein Wort der Erwiderung.

Die Alte kam nachgehumpelt und setzte sich vor das Hoftor, um dem Jozup aufzupassen.

Und als er um die Dämmerstunde vom Haffe zurückkam, erzählte sie ihm alles. „So hat sie dich beseift,“ sagte sie. „Nun strafe sie, wie sich’s gebührt.“

Er zog die Augenbrauen noch dicker zusammen und kämpfte lange mit sich. „Warum soll ich sie strafen?“ sagte er dann. „Es ist besser, ihr Zeit zu lassen, damit das Andenken an jenen aussauern kann aus ihrem Gemüte.“

„Bist du ein Mann oder ein Stöpsel?“ fragte höhnisch die Alte.

„Weil ich ein Mann bin,“ entgegnete er, „weiß ich, was ich zu tun habe.“

Aber sie ließ ihm keine Ruhe. „Weiche Äpfel faulen bald,“ sagte sie, „und wer bloß Krumen essen will, bricht sich am ehesten die Zähne entzwei. Darum tu deine Schuldigkeit an ihr.“

Aber er liebte die Marinke zu sehr, um sie zu schelten. Nur fernhalten tat er sich von ihr, und auch das Kind sah er nicht an wohl eine Woche lang.

Und die Alte wühlte und hetzte bei jedem Begegnen, denn jetzt hatte sie einen Grund.