Da rannte er spornstreichs zurück und schrie es durch Garten und Hof: „Sie hat gestanden, daß der Wieszpatis der Vater ist. Sie hat es eben gestanden.“
Der Jozup, der aus dem Hause trat, wurde so gelb wie die Asche im Eimer. Er nahm den Alten beim Wickel und schleppte ihn vor das Hoftor. Dort gab er ihm noch einen Stoß mit dem Absatz und überließ ihn seinem weinenden Weibe. Dann ging er der Marinke entgegen, die mit vorgeschobenem Leibe mühsam aus dem Garten kam.
Sie dachte: Er sieht gerade so aus, als sei er der Henker. Aber da sie wußte, daß nichts auf der Welt sie aus seinen Händen erretten konnte, so gab sie sich drein.
„Geh ins Haus,“ sagte er und blieb ihr dicht auf den Hacken.
Dann peitschte er die Mägde hinaus, die ängstlich um die Feuerstätte standen, und folgte ihr in die Stube.
Sie mußte sich niedersetzen, so beinschwach war sie geworden, und seine Augen stachen nach ihr wie grüne Lichter zur Nachtzeit.
„Also wie war das mit dem Wieszpatis?“ fragte er ganz freundlich.
„Wie wird’s gewesen sein?“ sagte sie. „Er war doch der Herr, und ich war die Magd. Und wenn ich Sonnabends zur Abrechnung kam, dann hat er gesagt, ich gefall’ ihm.“
„Und das ging so die ganzen Jahre lang?“
„Solang’ ich die Meierei unter mir hatte, wird’s wohl gegangen sein.“