Da stand vor dem Hofzaun mit einem schneeweißen Kopftuch und einer seidenen Schürze die Madlyne. Auch weiße, dünne Strümpfe hatte sie an, obgleich es noch ziemlich rauh war, und alles an ihr sah rund aus und quoll und wippte.

Sie lächelte ihn auch ganz freundlich an und fragte, ob er wohl einen kleinen Spaziergang mit ihr machen wolle.

„Ich will nicht, aber ich muß wohl,“ sagte er.

Und dann gingen sie zusammen zum Walde, dorthin, wo er vor einem Vierteljahr die Alute getroffen hatte, und keiner sprach ein Wort.

„Du wunderst dich wohl, warum ich noch nicht verheiratet bin,“ begann sie endlich. „Ich kann soviel Männer haben, wie ich will, aber ich will nicht.“

„Deine Mutterschwester sagt, es kommt keiner,“ erwiderte er, „und ich soll daran schuld sein.“

„Schuld magst du schon sein,“ erwiderte sie und lächelte, „aber anders, als sie denkt. Wenn du Wirt bei uns bist, wirst du mich schon mit durchfüttern müssen.“

„Ich will gar nicht Wirt bei euch sein,“ sagte er.

„Nach menschlichem Willen geht es meistens nicht,“ erwiderte sie. „Und wenn du einen guten Rat annimmst, dann warte nicht mehr lange. Meiner Mutter Schwester macht falsche Redensarten. Es könnte sein, daß es eines Tages zu spät ist.“

„Wenn sie mich angibt, gibt sie zugleich auch sich selber an,“ warf er ein.