Sie lachte und sagte: „Wenn das so leicht ist, will ich dir Hähne schlachten, so viel du willst.“
Ja, so gut war sie jetzt immer zu ihm. Und er fragte sich manches Mal, warum er sich früher eigentlich vor ihr gefürchtet hatte.
Auch von der Krankheit des Kindes wollte er jetzt Näheres wissen. Nicht daß sein Kummer geringer gewesen wäre als in der ersten Nacht, nur hielt er sie jetzt so wert, daß er glaubte, sie würde die richtige Teilnahme haben.
Aber Alute erwiderte: „Du Armer würdest es auch heute noch nicht ertragen, drum warte noch eine kleine Weile.“ Und so sagte sie immer aufs neue.
Da kam er auf den Gedanken, die Madlyne zu fragen. Aber die Madlyne war jetzt wie umgewandelt. Sie ging ihm aus dem Wege, wo sie nur konnte, sprach bei Tisch kein Wort und bohrte mit den Augen Löcher ins Holz.
Auch der Alute fiel das auf, und einmal sagte sie: „Die Madlyne muß aus dem Hause, und schickt sie auch die nächsten Freier zurück, die ich ihr aussuche, so setze ich ihr eines Tages Bettsack und Kasten vors Hoftor.“
Er erschrak, daß er an einem so bösen Ende die Schuld tragen sollte, und beschloß, das Seine zu tun, um alles zum bessern zu wenden.
Darum ging er der Madlyne eines Morgens zum Melken nach und sagte: „Du mußt nicht denken, Madlyne, daß ich dir vom Tode des Kindes etwas nachtrage.“
Sie stand von der Hocke auf und sagte: „Aber ich trage es mir nach.“
Er antwortete, die Rede Alutens nachsprechend, daß gegen Gottes allmächtigen Willen Menschenkraft ohnmächtig sei, und man müsse zufrieden sein, wenn man sich nichts vorzuwerfen habe.