Da legte sie plötzlich beide Hände auf seine Schultern, sah ihn lange mit den bohrenden Augen an, die sie jetzt immer machte, und sagte dann: „Schlaf bei mir, Miks Bumbullis! Dann werd’ ich dir etwas erzählen, was zu wissen dir nottut.“

Er fühlte eine große Unruhe und antwortete: „Mir ist nach lockeren Streichen nicht zumut. Erzähl es mir auch so.“

„Nein,“ sagte sie, „anders tu’ ich es nicht.“

„Ich werd’ es mir überlegen,“ antwortete er und ging aus dem Stalle.

In derselben Nacht kam die Erscheinung wieder. Sie war in ihrem Hemdchen, hatte auf jeder Achsel einen Vogel sitzen und trug einen Stengel in der Hand, aber das war ein Schierlingstengel.

Er sagte der Alute nichts davon. Und als der Abend kam, sparte er wieder sein Essen auf, holte sich heimlich einen Topf und trug es darin zum Kirchhof hinaus.

Er war des Glaubens, das alles sei unbemerkt geschehen, aber hinter dem Hofzaun stand Alute und sah ihm nach.

Diesmal gab die Giltinne sich nicht so leicht zufrieden, denn das Kind erschien ihm auch in der nächsten Nacht.

„Es wird wohl wieder ein Hahn sein müssen,“ dachte er, aber ein unbestimmtes Gefühl hielt ihn ab, Alute zu bitten, daß sie ihn schlachte.

Die Erscheinung kam immer wieder, und die Unruhe verließ ihn nicht mehr.