Da faßte er sich ein Herz, und während die Frau noch auf dem Felde war, ging er der Madlyne nach in die Kammer. Als sie ihn kommen sah, stieß sie einen Seufzer aus und faltete die Hände wie eine, die sich bereit macht, selig zu sterben.
So schlief er also bei ihr, und als ihr Kopf an seiner Schulter lag, da kam es ihm zur Klarheit, daß er immer und immer nur nach ihr verlangt hatte.
Sie weinte ohne Aufhören und küßte ihm beide Hände.
Und dann ermahnte er sie, daß sie nun ihr Versprechen erfüllen solle.
Sie kniete vor dem Bette nieder und flehte: „Verlange es nicht! Verlange es nicht!“
Aber er verlangte es immer wieder.
Da sah sie, daß es kein Entrinnen mehr gab, und erzählte ihm, auf welche Art Alute das Kind umgebracht hatte. Und sie würde nie und nimmer zu überführen sein.
In seinem ersten Zorn griff er nach Madlynens Halse, um sie zu erwürgen, weil sie die Tat nicht verhindert hatte.
Sie sagte: „Drück nur zu! Drück nur zu! Oben am Hühnerbalken kannst du die Schlinge sehen, mit der ich mich aufhängen wollte. Und wärst du nicht so plötzlich gekommen, hätte ich es auch getan.“
Da sprang er aus dem Bette und lief nach dem Schleifstein. — — —