»Davon sagten Sie uns nichts.«

Ich mußte ein wenig lächeln.

Die Baronin verstand sofort, sie wurde rot, sah einen Augenblick vor sich hin und streckte mir dann in herzlicher Freimütigkeit beide Hände entgegen.

»Was wir an Ihnen verlieren, läßt sich nicht ausdrücken.«

Tränen erstickten meine Stimme, ich ging.

Der Baron tobte, als er's erfuhr. »Das ist doch zu machen, das ist doch zu machen«, meinte er immer wieder.

Jeden Abend setzte ihm seine Frau auseinander, daß es nicht zu machen sei, und am Morgen stellte er seine Behauptung von neuem auf.

Wenn Therese nicht wäre, Gott weiß, ob ich nicht schwach würde. Clothilde ist ganz verstört, sie, die eigentlich nie ein herzliches Wort für mich hatte, zerschlug ihre Reitpeitsche an der Stuhllehne, als sie von meinem Entschluß hörte, und lief dann in den Park, um sich den ganzen Nachmittag nicht mehr sehen zu lassen. Hannerl saß allein in der französischen Stunde und konnte vor Weinen weder lesen noch sprechen.

Der Baron stürzte herein: »Wo ist Clothilde – sehen Sie, was Sie anstellen, Fräulein Villinger – was soll denn aus diesen Mädels werden. Ich frage Sie, können Sie das verantworten? Das Kind wird sich im Park totweinen.« –