»Wieso?«
»Mein Lieber, das würde ich dir sagen – aber du machst es deswegen ja doch morgen wieder genau so schlau. Ich empfehle dir, in Gesellschaften immer nur das zu sagen, was deines Amtes ist.«
»Wenn du es mir nicht sagen willst, dann werde ich morgen schon wissen, wen ich zu fragen habe.«
»Mein Gott, die dümmsten Menschen geben sich Mühe, so etwas niemand merken zu lassen, und du glaubst, ein Gesandter wird es dir sagen? Aber, Crottat, ich habe dich noch niemals so schwerfällig gesehen.«
»Danke, meine Liebe.«
5. Kapitel.
Die beiden Begegnungen.
Ein ehemaliger Ordonnanzoffizier Napoleons, den wir nur den General oder den Marquis nennen werden, und der unter der Restauration zu großem Vermögen gekommen war, war nach Versailles gezogen, um dort die schönen Tage zu verleben. Er bewohnte ein Landhaus, das zwischen der Kirche und der Barrière de Montreuil lag, an dem Wege, der nach der Allee von Saint-Cloud führt. Sein Dienst bei Hofe gestattete ihm nicht, sich von Paris zu entfernen.
Einst zu dem Zwecke erbaut, den flatterhaften Liebschaften irgendeines Grandseigneur zum Asyl zu dienen, war dieser Pavillon ein sehr weitläufiges Gebäude. Da er mitten im Garten errichtet worden war, lag er nach rechts und nach links gleich weit ab von den ersten Häusern von Montreuil und den Hütten der Umgebung der Barrière. Ohne völlig abgesondert zu sein, hatten auf diese Weise die Herren des Besitzes in unmittelbarer Nähe einer Stadt alle Vorzüge der Einsamkeit genossen.