Da klang von der Treppe her ein wohlbekannter Schritt. Als der Maler eben mit der Arbeit beginnen wollte, überraschte ihn Elias Magus, Bilderhändler und Leinwandwucherer.
"Wie gehts, alter Halunke?" begrüßte ihn Grassou. Elias nahm ihm seine Gemälde ab, das Stück für zweibis dreihundert Francs. Sie liebten es, im Verkehr mit einander sich des sogenannten Künstlertons zu bedienen.
"Schlechte Geschäfte," sagte Elias. "Ihr Künstler stellt unverschämte Forderungen. Wenn Ihr für sechs Sous Farbe auf die Leinwand klext, verlangt Ihr gleich zweihundert Francs dafür. Aber Sie, Fougères, sind ein anständiger Kerl. Darum lasse ich Ihnen auch etwas Gutes zukommen."
"Timeo Danaos et dona ferentes," sagte Fougères; "verstehen Sie lateinisch?"
"Nein."
"Nun, das heißt soviel, als daß die Griechen den Trojanern nichts anboten, ohne selbst einen Profit dabei zu haben. Und so wirds wohl auch heute noch sein, Herr Odysseus-Magus!" Diese Worte waren eine Musterwendung des unter den Malern gebräuchlichen Atelierstils, den Fougères, wie man sieht, vollkommen beherrschte.
"Ich verlange doch nicht, daß Sie mir Ihre Bilder umsonst geben sollen!
Sie sind ein ehrenwerter Künstler."
"Nun—und?"
"Also kurzum: Ich bringe Ihnen einen Vater, eine Mutter und eine
Tochter."
"Alle drei auf einen Schlag?"