"Meiner Treu, ja! Sie wollen sich porträtieren lassen. Diese Spießbürger, die sich für Kunst begeistern, haben es noch nie gewagt, ein Atelier zu betreten. Übrigens hat die Tochter eine Mitgift von hunderttausend Francs zu erwarten. Malen Sie die Leute nur ruhig. Vielleicht werden es einmal Ihre Familienbilder." Dieser alte Klotz von Mensch, Elias Magus genannt, unterbrach sich hier mit einem so heiseren Lachen, daß der Maler erschrak. Es war ihm, als hätte der Teufel selbst diese Worte vom Heiraten gesprochen. "Fünfhundert Francs sind für jedes Porträt gezahlt. Sie können also drei Bilder machen."

"Natürlich, mit Freuden!" rief Fougères.

"Und sollten Sie die Tochter heiraten, so erinnern Sie sich hoffentlich meiner."

"Ich heiraten!?" rief Pierre Grassou. "Wo ich gewohnt bin, ganz allein schlafen zu gehen und mit der Morgensonne aufzustehen? Ich, der sein Leben geregelt hat…."

"Hunderttausend Francs," sagte Magus, "und ein entzückendes Mädchen, mit Goldton wie ein echter Tizian."

"Was für Leute sind es?"

"Der Alte war Kaufmann. Jetzt ist er Kunstliebhaber und Besitzer eines
Landhauses in Ville d'Avray mit zehn—bis zwölftausend Pfund Rente."

"Und worin bestand sein Handel?"

"In Flaschen."

"Beim Himmel, hören Sie auf! Mir ist, als hörte ich schon Pfropfen knallen…."