Lydia winkte ab. "Natürlich! Wir waren doch eingeladen! Aber für so was, nein, nein, dafür sind wir nicht zu haben! Wir gingen natürlich, als es mal drei Uhr war."
"Ja, woher wißt ihr denn…?"
"Aehh, diese Unschuld!" krähte Raffaëla, "so was sieht man doch! Man hat doch Augen im Kopf!"
"Ah, so!" entschuldigte sich die Soubrette…
Der nächste Tag brachte jene Depression der Gefühle, die auf große Aufregungen zu folgen pflegt, aber auch jenen Niederschlag in Taten, der fruchtlose Debatten klärt.
Raffaëla und Lydia wurden, ohne viel Federlesens, ausgezahlt und entlassen.
Herrn Meyer und Fräulein Laura wurden neue Verträge unterbreitet, zu deren Akzeptierung und Ratifizierung Herr Meyer sich eine Bedenkzeit von drei Tagen erbat.
Die Gründe für die Entlassung der beiden Scheideisen lagen auf der
Hand. Ihnen schob Flametti die Verhetzung des ganzen Ensembles zu.
Von ihnen wollte Flametti nicht länger sich nasführen lassen.
Nachmittags aber, als man gerade beim Kaffeetisch saß, klopfte es an der Türe, behutsam und diskret.
Ein Detektiv stand draußen, wieder einmal. Alle schracken zusammen.