für das Pianisten-Soubrettenpaar (strebsame, ruhige Leute, die Anspruch machten auf Solidität) " 15.—

Flametti addierte Fr. 72.50

Er zog die Summe von den Fr. 104.77 ab. Blieben Fr. 32.27, die aus der Haupt—und Betriebskasse noch nachzuzahlen waren.

Er öffnete auch diese Kasse und fand darin bar Fr. 41.81.

"Neun Franken vierundfünfzig Vermögen!" Er schloß die verschiedenen Kassen ab, schob die Schieblade zurück, schloß auch diese und steckte die Schlüssel zu sich.

Seine linke Augenbraue flog hoch, für einen Moment. Er tat einen
kräftigen Zug aus der Zigarette und blies den Rauch aus der Lunge.
"Lausige Zeiten!" brummte er. "Aber wird sich schon geben. Nur kalt
Blut!"

Ein kleiner Schalter öffnete sich, der das Wohnzimmer mit der Küche verband, und ein übergroß langes, mürrisches Gesicht erschien in der öffnung. Eine große, magere Hand schob ein Tablett mit Kaffee, Milch und Zucker durch die öffnung. Dann ging auch die Türe und eine hörbar schnaubende ältere Frau erschien, mißmutig, verdrießlich, rußig, in schleppenden, grauen Pantoffeln, mit schmutzigem Rock von undefinierbarer Farbe und mit aufgestecktem Haar, das wie das Nest einer Rauchschwalbe aussah: Theres, die Wirtschafterin.

Sie schleppte sich zum Tisch, zog die Tischdecke weg und legte sie knurrend zusammen. Schlappte langsam und uninteressiert zum Schalter, nahm das Tablett und stellte es auf den Tisch.

Ohne ein Wort gesprochen zu haben, brummte sie wieder hinaus, die Tür lehnte sich hinter ihr an, und von draußen schloß sich der Schalter.

Flametti goß sich Kaffee ein. Er nahm den Hut vom Haken, legte die
Joppe an, die über der Stuhllehne hing, holte aus einer Ecke sein
Angelgerät, aus dem Büfett einige Blechdosen von unterschiedlicher
Größe und war bereit.