Flametti löste die Angel, ließ den Fisch in das Netz hineinschnellen, brachte den Köder in Ordnung und warf die Angel zum zweitenmal aus.
Er sah sich um nach dem Polizisten. Der war verschwunden.
"Überflüssiges Element!" brummte er, zupfte am Köder, um die
Aufmerksamkeit der Fische zu erregen, machte die rechte Hand frei und
schneuzte sich kräftig in ein derbes, rotbedrucktes Taschentuch.
"Geschmeiß! Größere Faulenzer gibt es nicht!"
Auf der Straße ließ sich ein drohendes Brummen und Surren vernehmen, das ratternd und knatternd näherkam: ein frühester Autowagen der "Waschanstalt A.-G.". Das Vehikel puffte, böllerte, walzte vorüber. Der ganze Kai vibrierte. Ein Ruck an der Angel: ein zweites Tier hatte angebissen. Diesmal ein Rotauge.
"Gut so", zwinkerte Flametti, "darf so weitergehen!"
Fabrikarbeiter kamen vorüber. Sie markierten zur Bahn.
"Hoi", riefen sie hinunter, "gibt's aus?"
"Salü!" drehte sich Flametti um. Sie gestikulierten in Eile vor sich hin und verschwanden.
Das Wasser floß graugrün und undurchsichtig. Die Möwen strichen sehr niedrig und zischten über die Brücken hinweg. An der Häuserfront der Schifflände öffnete sich ein Fenster, und eine junge Frau sah nach dem Wetter.
"Salü!" rief Flametti hinüber.