Neuhoff. Es waltet etwas Mystik zwischen zwei Menschen, die sich auf den ersten Blick erkannt haben. Ihr Stolz soll es nicht verneinen.

Helene (sie ist aufgestanden). Er verneint es immer wieder.

Neuhoff. Helene, bei Ihnen wäre meine Rettung — meine Zusammenfassung, meine Ermöglichung!

Helene. Ich will von niemand wissen, der sein Leben unter solche Bedingungen stellt! (Sie tut ein paar Schritte an ihm vorbei; ihr Blick haftet an der offenen Tür rechts, wo sie eingetreten ist.)

Neuhoff. Wie Ihr Gesicht sich verändert! Was ist das, Helene?

Helene (schweigt, sieht nach rechts).

Neuhoff (ist hinter sie getreten, folgt ihrem Blick). Oh! Graf Bühl erscheint auf der Bildfläche! (Er tritt zurück von der Tür.) Sie fühlen magnetisch seine Nähe — ja spüren Sie denn nicht, unbegreifliches Geschöpf, daß Sie für ihn nicht da sind?

Helene. Ich bin schon da für ihn, irgendwie bin ich schon da!

Neuhoff. Verschwenderin! Sie leihen ihm alles, auch noch die Kraft, mit der er Sie hält.

Helene. Die Kraft, mit der ein Mensch einen hält — die hat ihm wohl Gott gegeben.