Neuhoff. Gestehen Sie mir zu, es zeigt von etwas Superiorität, wenn ein Mann es an einer Frau genießen kann, wie sie einen andern bewundert. Aber ich vermag es: denn ich bagatellisiere Ihre Bewunderung für Kari Bühl.
Helene. Sie verwechseln die Nuancen. Sie sind aigriert, wo es nicht am Platz ist.
Neuhoff. Über was ich hinweggehe, das aigriert mich nicht.
Helene. Sie kennen ihn nicht! Sie haben ihn kaum gesprochen.
Neuhoff. Ich habe ihn besucht —
Helene (sieht ihn an).
Neuhoff. — Es ist nicht zu sagen, wie dieser Mensch Sie preisgibt — Sie bedeuten ihm nichts. Sie sind es, über die er hinweggeht.
Helene (ruhig). Nein.
Neuhoff. Es war ein Zweikampf zwischen mir und ihm, ein Zweikampf um Sie! — und ich bin nicht unterlegen.
Helene. Nein, es war kein Zweikampf. Es verdient keinen so heroischen Namen. Sie sind hingegangen, um dasselbe zu tun, was ich in diesem Augenblick tu'! (Lacht.) Ich gebe mir alle Mühe, den Grafen Bühl zu sehen, ohne daß er mich sieht. Aber ich tue es ohne Hintergedanken.