Hans Karl (leise). Jeder muß glücklich sein, der mit Ihnen leben darf, und muß Gott danken bis an sein Lebensende, Helen, bis an sein Lebensende, sei's, wer's sei. Nehmen Sie nicht den Neuhoff, Helen, — eher einen Menschen wie den Stani, oder auch nicht den Stani, einen ganz andern, der ein braver, nobler Mensch ist — und ein Mann: das ist alles, was ich nicht bin. (Er steht auf.)

Helene (steht auch auf, sie spürt, daß er gehen will). Sie sagen mir ja Adieu!

Hans Karl (gibt keine Antwort).

Helene. Auch das hab' ich voraus gewußt. Daß einmal ein Moment kommen wird, wo Sie mir so plötzlich Adieu sagen werden und ein Ende machen — wo gar nichts war. Aber denen, wo wirklich was war, denen können Sie nie Adieu sagen.

Hans Karl. Helen, es sind gewisse Gründe.

Helene. Ich glaube, ich habe alles in der Welt, was sich auf uns zwei bezieht, schon einmal gedacht. So sind wir schon einmal gestanden, so hat eine fade Musik gespielt, und so haben Sie mir Adieu gesagt, einmal für allemal.

Hans Karl. Es ist nicht nur so aus diesem Augenblick heraus, Helen, daß ich Ihnen Adieu sage. Oh nein, das dürfen Sie nicht glauben. Denn daß man jemandem Adieu sagen muß, dahinter versteckt sich ja was.

Helene. Was denn?

Hans Karl. Da muß man ja sehr zu jemandem gehören und doch nicht ganz zu ihm gehören dürfen.