Hans Karl. In welchem Punkt?
Crescence. Was die Helen betrifft.
Hans Karl. Wie kommst du auf die Helen?
Crescence. Mein Lieber, ich bin weder taub, noch blind, und daß die Helen von ihrem fünfzehnten Lebensjahr an, bis vor kurzem, na, sagen wir, bis ins zweite Kriegsjahr, in dich verliebt war bis über die Ohren, dafür hab' ich meine Indizien, erstens, zweitens und drittens.
Hans Karl. Aber Crescence, da redest du dir etwas ein ...
Crescence. Weißt du, daß ich mir früher, so vor drei, vier Jahren, wie sie eine ganz junge Debütantin war, eingebildet hab', das wär' die eine Person auf der Welt, die dich fixieren könnt', die deine Frau werden könnt'. Aber ich bin zu Tod froh, daß es nicht so gekommen ist. Zwei so komplizierte Menschen, das tut kein gut.
Hans Karl. Du tust mir zuviel Ehre an. Ich bin der unkomplizierteste Mensch von der Welt. (Er hat eine Lade am Schreibtisch herausgezogen.) Aber ich weiß gar nicht, wie du auf die Idee — ich bin der Helen attachiert, sie ist doch eine Art von Cousine, ich hab' sie so klein gekannt — sie könnte meine Tochter sein. (Sucht in der Lade nach etwas.)
Crescence. Meine schon eher. Aber ich möcht sie nicht als Tochter. Und ich möcht erst recht nicht diesen Baron Neuhoff als Schwiegersohn.
Hans Karl. Den Neuhoff? Ist das eine so ernste Geschichte?